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Programmheft der Evangelischen Erwachsenenbildung

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Unruhen in Kamerun

Seit Dezember 2016 erreichen uns über Johannes Stahl, Referent für Gemeinde- und Partnerschaftsarbeit bei der Basler Mission Deutscher Zweig beunruhigende Nachrichten aus dem anglophonen (englischsprachigen) Raum Kameruns, in dem auch unser Partnerkirchenbezirk Donga-Mantung liegt. Er berichtet von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Protesten in der Nordwest- und Südwest-Provinz, den anglophonen Provinzen, die besonders in den größeren Städten Bamenda, Buea und Kumba stattfinden.

 

 

Die Unruhen gehen zurück auf einen Streik der Anwälte und Lehrer, deren Forderungen nach mehr englischsprachigem Personal und der Übersetzung wichtiger Grundlagendokumente auf Englisch lange Zeit ignoriert worden waren, und die letztendlich gegen eine Abwertung der englischen Sprache demonstrieren. Ursache ist ein seit vielen Jahren unter der Decke schwelender Konflikt, um die nicht eingehaltenen bzw. zurückgenommenen Versprechungen, die im Zuge der Abstimmung zur Zugehörigkeit der Nordwest- und Südwest-Provinz 1961 erfolgt waren. Viele Menschen in den Partnerregionen, so berichtet er, fühlen sich verraten und verkauft durch ein frankophones Gouvernment, das zentralistische Tendenzen immer brutaler durchdrückt und die englischsprachigen Kamerunerinnen und Kameruner damit erheblich benachteiligt.

Die katholischen Bischöfe haben Anfang des Jahres ein Memo an den Präsidenten verfasst, das sich auszeichnet durch eine gründliche Analyse der Situation, Respekt vor den Autoritäten, aber auch den Finger in die Wunde legt als eine mutige Stimme für die Betroffenen im anglophonen Teil Kameruns.

Wie kamerunische Pfarrer berichten, besteht wenig Hoffnung auf eine schnelle Änderung der Situation, vielmehr stehen die katholischen Bischöfe ebenso wie der Moderator der PCC selbst unter kritischer Beobachtung durch die Regierung, nach unbestätigten Berichten wurde ihnen mit Verhaftung gedroht.

Um wohl den Streikenden keine mediale Plattform mehr zu geben und das Erstarken der Proteste zu verhindern, wurde durch die Zentralregierung in den anglophonen Gebieten das Internet abgeschaltet und dadurch der Zugang zu sozialen Netzwerken unmöglich gemacht. Dies ist ein Akt der Willkür und stellt eine Verletzung der Menschenrechte dar.

 

In unseren Gedanken und Gebeten sind wir mit unseren Partnern aus Donga-Mantung: Gebets- und Fürbittenvorschläge

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