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Programmheft der Evangelischen Erwachsenenbildung

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Bach-Tage Konstanz 2017

Bachs h-moll-Messe wird im Rahmen der Bach-Tage 2017 in zwei Aufführungen in Konstanz zu hören sein: am Sonntag, 29. Oktober 2017 um 17.00 Uhr in der Lutherkirche Konstanz und am Mittwoch, 1. November 2017 um 17 Uhr in der St. Stephanskirche Konstanz. Dazwischen wird Meinrad Walter (Freiburg) am Montag, 30. Oktober 2017 um 19 Uhr in der Lutherkirche einen Vortrag halten mit dem Thema „Bach, Kunst der Messe - Die H-Moll-Messe als musikalisch-theologisches Vermächtnis“.

Die Ausführenden sind Bach-Chor und Bach-Collegium Konstanz sowie das Solistenensemble Schola Konstanz mit Marie-Sophie Pollak, Sopran, Mechthild Bach, Sopran, Mechthild Seitz, Alt, Philipp Nicklaus, Tenor und  Matthias Horn, Baß. Die Gesamtleitung hat KMD Claus Gunter Biegert. Karten im Vorverkauf sind bei BuchKultur Opitz, St. Stehansplatz, Tourist-Information, Bahnhofplatz sowie im Internet bei www.reservix.de erhältlich.

Die h-Moll-Messe ist Bachs einzige Vertonung des vollständigen Ordinarium Missae mit den fünf feststehenden Stücken der altkirchlichen Liturgie: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei. Wie bei den übrigen, auf Kyrie und Gloria  beschränkten Messe - Kompositionen Bachs, besteht der übrige Teil der Sätze aus Parodien, d.h. Umarbeitungen von Kirchenkantatensätzen. Die Auswahl dieser Stücke erfolgte nach verschiedenen Gesichtspunkten, darunter dem der kompositorischen Qualität. Bachs Messen bieten somit eine Anthologie seiner vorzüglichsten Vokalsätze, die er damit aus dem Proprium der Sonn- und Festtage des Kirchenjahre gleichsam in den Rang des Ordinariums erhob und ihnen damit kirchenmusikalische Allgemeingültigkeit verlieh.

Ganz abgesehen von der liturgischen Einbettung der Messe im lutherischen wie im katholischen Gottesdienst war sich Bach offenbar auch der universalen und zeitlosen Bedeutung der lateinischen Sprache gegenüber der schnell veraltenden deutschen Kantaten-Dichtung bewußt. Der Versetzung ehemals deutscher Kantatensätze in das Messenlatein bedeutete damit zugleich eine Öffnung seiner Musik - über den lokal - regionalen und konfessionellen Horizont hinaus in die Zukunft.

Das letzte große Vokalwerk Bachs, dessen Entstehungsanlaß bzw. Auftraggeber genau so im Dunkeln liegt wie eine vor 1750 erfolgte Gesamtaufführung, stellt sich – hier wiederum Beethovens Missa solemnis nicht unähnlich – als künstlerisches Vermächtnis des Komponisten dar. Denn die h-Moll-Messe bietet, wie kein anderes Werk, die Summe von Bachs Vokalkunst, und zwar in ihrer stilistischen, satztechnischen und klanglichen Vielfalt sowie in dem hohen Grad ihrer kompositiorischen Ausarbeitung. Sie entbehrt zwar im Vergleich etwa zur Matthäus-Passion der Rezitative und der Choräle; doch gehörten diese Satztypen einer „niedereren“ Gattung an. Die h-Moll-Messe hingegen bietet ein kompositorisches Spektrum, dessen Breite und Tiefe theoretische Durchdringung und – gerade auch in der Kombination von alter und moderner Schreibweise – historische Dimensionen erkennen läßt. Wie der Messetext die altkirchliche theologische Doktrin über die Jahrhunderte hin überliefert, so bewahrt Bachs große Messe das musikalisch -künstlerische Credo ihres Schöpfers für die Zukunft.

Mit diesen Aufführungen verabschiedet sich Bezirkskantor Claus Gunter Biegert in den Ruhestand. Er ist seit 1986 in Konstanz als Bezirkskantor tätig.

Mehr Informationen zu den Bach-Tagen finden Sie unter http://kultur-forum-lutherkirche.de/index.php/bach-tage-konstanz.html

Christoph Wolff

Andacht Oktober 2017

zu Lukas 15, 10 von

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