Video von der Eröffnung der Vesperkirche am 14. Januar 2018

Wie erwartet wurde die 3. Singener Vesperkirche am Sonntag, 14. Januar wieder mit vollem Haus eröffnet. "Vesperkirche - ein Lichtblick angesichts starker Ausgrenzung" - so begrüßte Pfarrerin Andrea Fink die Fest-und Vespergemeinde am Sonntagmorgen. Sie hieß die Anwesenden in der Lutherkirche, im "gastlichen Haus am Weg" herzlich willkommen.

Gemeinsam mit Geistlichen aus der ACK Singen - Pastor de Vries (Baptisten), Pfr. Peter Stengele (Referat Kunst, Kultur und Kirche der Diözese Freiburg), Pastor Gessmann (Alt-katholische Kirche) lud sie zu einem "Lobe den Herren" ein, dass eingangs kräftig und zustimmend aus vielen Kehlen erklang. Überhaupt war auch die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes Abbild der Botschaft der Vielfalt, die in der Vesperkirche ihr Zuhause findet: kraftvoll in der Hoffnung, so klang es beim Singener Posaunenchor, vielstimmig, voller Atem und sicher - so Reinhold Boehnke an der Orgel, zart und tief und innig - so Elias Gabele an der Harfe.

"Wir hoffen, dass viele Menschen in den nächsten Wochen hier Stärkung an Leib und Seele erfahren", bekräftigte mit Worten Pfrin. Andrea Fink den Wunsch aller Mitwirkenden. Beeindruckend ist die ökumenische Gemeinschaft, die bereits zum dritten Mal und gerne aktiv wird. "Kommt und seht"! nahm Peter Stengele aus Freiburg das Jesus-Wort in seiner Predigt auf. Von Johannes 1, 39 schlug den Bogen zum Thema Heimat. Heimat biete auch die Vesperkirche - und verleihe damit dem Wunsch eines jeden Menschen Ausdruck, ein Zuhause zu finden, in dem er bedingungslos, ohne Ansehen von Schwächen und Fehlern, angenommen sei.

In den Fürbitten wurde für die verschiedenen Gruppen gebeten, die in der Vesperkirchenzeit ein bet El (hebräisch Haus Gottes) und damit ein Stück Heimat finden sollen. Eine Aluminiumleiter, die nach jeder Fürbitte mit Kerze und buntem Tuch versehen wurde, griff die vorangegange Lesung von Jakob und der Himmelsleiter (1. Mose 28) auf.

"Die bunte Himmelsleiter ist ein Symbol für die bunte Landschaft der Glaubensgemeinschaften hier in Singen", nahm Pastor de Vries den Faden auf. "Wussten Sie, dass es weltweit 42.000 christliche Konfessionen gibt?" Er nutzte die Gelegenheit, um einen Vertreter der Neuapostolischen Kirche in der ACK Singen zu begrüßen. Hr. Vies (Neuapostolische Kirche) sprach ein Grußwort, die Kameras klickten, und ein weiterer Stein im Oikos des christlichen Glaubens wurde eingesetzt.

Nach dem ökumenisch gesprochenen Segen wurden die Helfer aktiv - zur Eröffnung hatte der Sozialdienst katholischer Frauen die Bewirtung übernommen. Nach einem symbolischen Brotteilen an den Tischen, begleitet von den anrührenden Klängen der Harfe, wurden die Anwesenden zu Tisch geladen - kostenlos. "Kommt und esst", lautete die einfache und einladende Botschaft.

Das konstruktive Zusammenwirken aller christlichen Glaubensgemeinschaften in Singen, der Stadt, des Bauhofs, Engagement von Sponsoren und Helfern, zahlreichen Privatspendern, Betrieben und Organisationen hat die Begegnung von Menschen vieler Konfessionen, Sprachen, Generationen für vierzehn Tage auch 2018 wieder möglich gemacht. Die Vesperkirche ist ein Projekt, das auf Spenden und ehrenamtlicher Arbeit beruht.

Die 3. Singener Vesperkirche läuft vom 14. bis zum 28. Januar in der Lutherkirche in der Freiheitsstraße. Ihre Türen sind täglich von 11.30 Uhr bis 14 Uhr Uhr geöffnet. Jeder Gast bekommt ein warmes Mittagessen, Kuchen und warme oder kalte Getränke. Jeder gibt dafür was er kann und will. Auch Sie sind herzlich eingeladen!

Minne Bley

Sehen Sie zur Eröffnung auch das Video von Werner Duffner:
https://www.youtube.com/watch?v=Ku2hGygDdl4&feature=youtu.be

Vollbesetzte Tische bereits vor dem Gottesdienst....

....in ökumenischer Gemeinschaft

....symbolisch Brot teilen....

... und tatsächlich gutgelaunt zusammenstehen für die Vesperkirche!

Andacht Juli 2018

zu Hosea 10, 9 von

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