Bericht von der Bezirkssynode am 16.11.2019

Neues auf den Weg im Evangelischen Kirchenbezirk Konstanz

Wahlen von Amtsträgern und Diskussion der Lebensordnung „Ehe und kirchliche Trauung“

Am 16. November 2019 kam die Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirkes Konstanz in der Pfarrgemeinde Gottmadingen zusammen.

Neben der Ehrung von Thomas Storz für 30 Jahre Prädikantendienst, wurden neue Personen in die Ämter des Synodenvorsitzes, der Stellvertretung sowie in den Bezirkskirchenrat gewählt.

Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal sprach ihren großen Dank für die Arbeit von Herrn Storz aus und überreichte ihm das von der Landeskirche verliehene Ehrenkreuz.

Die Neuwahl des Synodenvorsitzes musste frühzeitig schon in dieser Synode stattfinden. Eine neue berufliche Herausforderung der bisherigen Vorsitzenden Sabine Neufang lässt das ehrenamtliche Engagement in dem notwendigen Umfang nicht mehr zu. Es würde mittelfristig an Zeit und Konzentration fehlen, die diese wichtige Aufgabe erfordert, so Neufang. Zudem ist der bisherige Stellvertreter, Pfarrer Christof Ellsiepen, als Dekan nach Heidelberg berufen worden. Die 37 Stimmberechtigten Synodenmitglieder wählten mit großer Mehrheit Uwe Ziegler zum neuen Synodenvorsitzenden. Er ist seit 18 Jahren als Kirchenältester in der Gemeinde Aach tätig, seit 6 Jahren ist er Mitglied im Bezirkskirchenrat. Ihm ist es wichtig, den Blick über die eigene Kirchengemeinde hinaus zu schärfen und den Bezirk als Ganzes zu stärken.

Zum Stellvertreter wurde Pfarrer Arnold Glitsch-Hünnefeld gewählt. Er ist seit Juli 2018 Schulpfarrer an der Evang. Schloßschule in Gaienhofen und hat durch seine vergangenen Tätigkeiten viel Erfahrungen mit den kirchlichen Gremien. Auch er betont, dass die mittlere Ebene, der Kirchenbezirk, sehr wichtig ist für den Zusammenhalt zwischen den Gemeinden und er sich gerne dafür einsetzen wird.

Als neue Mitglieder für den Bezirkskirchenrat wurde Pfarrerin Barbara Kündiger (Petrus- und Paulusgemeinde Konstanz) und als deren Stellvertreter Pfarrer Karsten Beekmann (Christusgemeinde Konstanz-Wollmatingen) gewählt. Als nicht-theologisches Mitglied konnte Gudrun Abel (Christusgemeinde Konstanz-Wollmatingen) eine große Mehrheit überzeugen.

Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf der Beratung der von der Landeskirche vorgelegten Neufassung der Lebensordnung „Ehe und kirchliche Trauung“.

Ausgelöst wurde die Überarbeitung der Lebensordnung durch den Beschluss der Badischen Landessynode 2016, die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare zu ermöglichen und dem Umstand, dass der Dt. Bundestag 2017 die Gleichstellung aller Partnerschaften unabhängig von ihrer sexuellen Prägung beschlossen hat. Im neuen Entwurf der Lebensordnung findet sich eine Akzentverschiebung: neben die schöpfungstheologische Begründung von Partnerschaft tritt u.a. die Perspektive auf die Werte, die Jesus Christus für Menschen in allen Beziehungen verkündet hat: Liebe, Treue, Nachsicht und Vergebung.

Die Bezirkssynodalen haben den Entwurf mehrheitlich gebilligt und zusätzlich Vorschläge für weitere Ergänzungen gemacht.

Hier ein paar Eindrücke von der Synode:

Andacht Dezember 2019

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.   Jes 50,10

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