Neues aus dem BKR vom 19.05.2020

Der BKR hat zum zweiten Mal per zoom getagt. Die Teilnehmer*innen empfinden das Format als gut, freuen sich aber schon auf eine mögliche baldige physische Sitzung.

Als Gäste waren u.a. Louisa Mallig und Christoph Labuhn als Vertreter*innen der Klinikseelsorge eingeladen. Sie haben ein kleines Corona-Update gegeben:

Herr Labuhn berichtet, dass es in Singen bereits frühzeitig zum 26.02. eine erste Sitzung der Krankenhaus-Einsatzleitung zu Covid 19 gab, um sich auf die Corona-Pandemie vorzubereiten. Ab da gab es tägliche Treffen und auch regelmäßigen Austausch zwischen den Kliniken in Singen und Konstanz.

Es wurde schnell klar, dass es auch um ethische Fragen gehen wird, z.B. bei der Frage, wie damit umzugehen ist, wenn die Ressourcen knapp werden. Auch wurde sich dafür eingesetzt, dass Menschen, die im Sterben liegen, Besuch empfangen dürfen. Das war vor allem auf der Palliativstation möglich.

Frau Mallig berichtet, dass jeder Tag anders ist. Die Seelsorger*innen sind auch zuständig für die psychosoziale Notbetreuung – der Patient*innen, deren Angehörigen, aber auch des Klinikpersonals. Es wurde schnell ein Oasen-Raum für die Mitarbeiter*innen eingerichtet, um sich mal rausnehmen zu können, da die Situation der Isolation für alle sehr belastend ist. Ein Kontakt zu den Patient*innen war in Konstanz über ein tablet möglich. Die Patient*innen haben es als gut empfunden, mal mit jemandem zu sprechen, der keine Maske auf hat.

 

In Singen war zwischenzeitlich die Intensivstation voll belegt mit Covid-Patient*innen. Das Klinikum Singen hat im Vergleich zur Uniklinik Freiburg mehr Patient*innen aus Frankreich aufgenommen. Die Lage hat sich im Moment entspannt.

Ab dem 19.05. dürfen wieder Personen im Krankenhaus besucht werden (1x/Tag eine Person). Das ist auch für die Patient*innen schön, die nicht an Covid erkrankt sind, aber längere Zeit stationär sein müssen.

Auch Herr Grams, Geschäftsführer der Diakonie gibt ein kleines Corona-Update:

Ab Anfang März fanden erste Maßnahmen statt. Viele Angebote waren auf andere Art verfügbar. Der Tenor hierbei war „Wir sind für Sie da.“.

Die Kindergruppe Il Nido wurde geschlossen, ebenso die Kinderwohnung in Engen. Es wurden jedoch alternative Betreuungsangebote geschaffen. Hier geht es vor allem darum, die Bildungsgleichheit zu wahren und sozial schwache Familien in dieser speziellen Situation zu unterstützen. Aber auch eine Ausstattung mit technischem Equipment ist hier wichtig. Es wird hierfür noch mal ein Antrag an die Meßmer Stiftung gestellt.

Schwierig ist die Situation im Frauen- und Kinderschutzhaus. Bei Not- bzw. Neuaufnahmen muss nun auf eine extra Wohnung zurückgegriffen werden. Es muss geklärt werden, wie diese Frauen und Kinder Hilfe erfahren können und in den für sie wichtigen Kontakt und Austausch mit den anderen Frauen kommen.

In der Brücke, dem Tagestreff für psychisch erkrankte Menschen in Konstanz, wurde versucht durch therapeutische Spaziergänge ein kleines Auffangprogramm zu bieten.

Das Mehrgenerationenhaus nimmt langsam wieder den Betrieb auf.

Die ersten Gottesdienste in den Kirchen hatten einen guten Zulauf. Die Besucher*innen waren froh, in dieser Form wieder Gemeinschaft zu feiern. Es gibt aber auch viele, die immer noch  die online Angebote wahrnehmen. Diese sind auf der Startseite der ekikon-site oder unter online Gottesdienste abzurufen. Die aktuellen Gottesdienstzeiten finden gibt es hier.

Schuldekan Lilje berichtet davon, dass Religionsunterricht bis zu den Sommerferien mit ganz wenigen Ausnahmen ausschließlich über Lernpakete nach Zuhause bzw. online stattfindet. Schulleitungen unterstützen den RU aus der „social distance“ unterschiedlich stark. Viele Schulleitungen sind derzeit mit den organisatorischen Herausforderungen in den Schulen vollauf beschäftigt. Lehrkräfte aus dem RU werden z.Zt. allenfalls in der Notbetreuung oder in geteilten Lerngruppen als Aufsichten eingesetzt.

Das Schuldekanat hat in Zusammenarbeit mit dem RPI in Karlsruhe eine online-Fortbildung angeboten um Lehrkräfte im RU auch über die Corona-Zeit hinaus für digitale Unterrichtsformate zu schulen. Die Schuldekanate in ganz Baden entwickeln derzeit Ideen, wie das Schuljahresende und der Neubeginn im September unter den gegenwärtigen Bedingungen gestaltet werden können.

Konventionelle Schulgottesdienste werden nicht stattfinden dürfen; alternative Angebote entstehen gerade.

Bezüglich der verschobenen Synode wurde entschieden, dass am 18.06.2020 eine Infosynode per zoom angeboten werden soll. Die zukünftigen Synodalen werden in nächster Zeit einen Brief hierzu erhalten. Ein Folgetermin ist der 10.07.2020.

Gedanken zur Tageslosung vom 06.06.2020

Wie groß sind Gottes Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für und für.Daniel 3,33

Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen. Hebräer 12,28

Weiterlesen...

Andacht Juni 2020

Du allein kennst das Herz der Menschenkinder! 1.Kön 8, 39

Weiterlesen...