Pfarrerehepaar in Rielasingen-Worblingen eingeführt

Bei strahlender, wärmender Frühlingssonne wurde am Sonntagnachmittag in Rielasingen-Worblingen das neue Pfarrerehepaar Dorothea und Joachim von Mitzlaff eingeführt. „Was für ein schöner Tag“ eröffnete deshalb mit dem Zitat eines frischgebackenen Staatsmannes die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Heidrun Gonser den feierlichen Gottesdienst.

Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal hatte ein Buch mit unbeschriebenen Seiten mitgebracht und sagte dazu: „Wenn Sie die von Gott geschenkte Freiheit ergreifen, dann werden Sie und die Gemeinde miteinander ausloten, wie Sie zusammenpassen, und es wird ein wunderbares Kunstwerk entstehen, das Sie bereichert und erfreut. Sie werden dieses Buch füllen können mit vielen Erfahrungen gegenseitiger Bereicherung.“ Viel Erleichterung war den von der zweieinhalb Jahre andauernden Vakanz direkt Betroffenen anzumerken, allen voran dem Kirchengemeinderat, der sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Gemeindepfarrern freuen. Der Singener Lutherchor, in dem viele Rielasinger und Worblinger mitwirken, brachte das Kyrie und Gloria von Charles Gounod zu Gehör, Bettina von Wietersheim bereicherte das musikalische Programm des Gottesdienstes mit Flötenmusik, begleitet von Pfarrer Markus Beile am Keyboard.

Nachdem Dorothea (*1970) und Joachim (*1966) von Mitzlaff in Heidelberg Theologie studiert hatten, traten sie bald nach dem Vikariat von Dorothea von Mitzlaff eine Auslandspfarrstelle in Melbourne/Australien an, wo sie bis 2009 tätig waren. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wirkten sie in drei Dorfgemeinden in der Nähe von Pirmasens in ihrer Pfälzischen Landeskirche. Diese hat sie nun auf Wunsch der beiden für vorerst sechs Jahre an Baden „ausgeliehen“.

Kirchengemeinderat Hans-Georg Bühner erwähnte in seiner Ansprache die häufigen Vakanzen, die Rielasingen in den vergangenen 30 Jahren erlebt hat und äußerte an die Adresse der Dekanin die Hoffnung, diese Zeitspanne nach Möglichkeit zu verlängern zu können. Bezugnehmend auf die neun in Australien verbrachten Jahre sagte Joachim von Mitzlaff: „Wenn ich den See seh‘, dann brauch‘ ich kein Meer mehr.“ – was mit einem herzlichen Lachen der Festgemeinde wohlwollend quittiert wurde. In der gemeinsamen gehaltenen Predigt brachten die von Mitzlaffs anhand des Liedes „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ ihr Vorstellungen von einer lebendigen Gemeinde Jesu Christi zum Ausdruck. Familie von Mitzlaff versieht den Dienst in der Gemeinde Rielasingen-Worblingen seit Anfang März. Seither wohnen sie auch mit zwei ihrer drei Kinder im frisch renovierten Pfarrhaus.

Nach herzlichen Dankesworten der KGR-Vorsitzenden an alle, die die verwaiste Gemeinde durch die Vakanz getragen und begleitet haben sowie Grußworten von Wilfried Ehinger,  katholischer Diakon in Rielasingen, Schuldekan Waldemar Matuschek und Bürgermeister Ralf Baumert dem abschließenden Segen klang die festliche Einführung bei einem heiteren Empfang aus. Was für ein schöner Tag für die Kirchengemeinde Rielasingen-Worblingen!

Minne Bley

Andacht Juni 2018

zu Hebräer 13, 2 von

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