Herbsttagung der Evangelischen Bezirkssynode in Radolfzell

Am vergangenen Samstag fand die Herbsttagung der Bezirkssynode in der Christuskirche in Radolfzell statt. Schwerpunktthema war dieses Mal Friedensethik. Eine Arbeitsgruppe der badischen Landeskirche hatte im Frühjahr dazu ein Positionspapier verfasst.

Jürgen Stude, Landesjugendreferent an der Arbeitsstelle für Frieden in Karlsruhe und Mitverfasser des Dokuments, erläuterte dessen Entstehungsgeschichte und Inhalt. Eine vom Präsidium der Synode gewünschte Stellungnahme der Synode kam nicht zustande, da die Hälfte der Synodalen eine reservierte Haltung zu der Schrift einnahm. Ein Grund dafür war das von mehreren Delegierten geäußerte Argument, das Dokument enthalte keine Konkretisierungen oder konkrete politische Forderungen, sondern formuliere lediglich eine Vision. Friedensethik wird im Herbst des kommenden Jahres eines der Hauptthemen der Landessynode der Evangelischen Kirche in Baden sein, bei der die Verabschiedung einer Stellungnahme geplant ist.

Weiter wurden zwei Religionslehrerinnen zum 25jährigen Dienstjubiläum geehrt– Adelheid König, die in Singen unterrichtet, sowie Petra Ehrminger aus Eigeltingen. Für die im Sommer verstorbene Bezirkskirchenrätin Monika Härle wurde Petra Schwarz, Rechtsanwältin in Engen, nachgewählt, für den Bezirksdiakonieausschuss der Softwareingenieur Godwin Burkhardt und Kindergartenleiterin Sabine Kvapil.

Zwei Delegierte der Landessynode berichteten von der Oktober-Tagung in Bad Herrenalb. Dabei ging es vor allem um eine Neuregelung der Mittelzuweisung an die Gemeinden sowie die Bischofswahl. Ein konkretes Ergebnis war die Verkürzung der Amtszeit des Bischofs auf künftig 12 Jahre ohne Wiederwahl. Diskutiert wird derzeit noch, ob auch die Amtszeit von Oberkirchenräten begrenzt werden soll.

Die Bezirkssynode endete mit einem gemeinsamen Mittagessen gegen 14 Uhr.

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