KDA-Woche 2013

Unter dem Motto „Vertrauensvolle Zusammenarbeit!?!?" veranstaltet der KDA im Kirchenbezirk Konstanz in diesem Jahr Begegnungen mit Geschäftsleitungen und Betriebsräten.

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) führt einmal im Jahr eine Projektwoche durch, bei der verschiedene Firmen und Betriebe oder auch soziale Einrichtungen im Kreis Konstanz besucht werden.

Programm:

Mittwoch, 24. April 2013, 14.30 Uhr - ca. 16.00 Uhr
Gespräch mit Frau Kappes vom Stadtarchiv Singen
Ort: Julius-Bührerstr.2, Singen

Donnerstag, 25. April 2013, 9.30 Uhr - ca. 11.00 Uhr
Gespräch mit dem Betriebsrat von Constellium
Ort: Constellium Singen, Alusingen Platz 1, Singen

Donnerstag, 25. April 2013, 15.00 Uhr - 16.30 Uhr
Gespräch mit der Geschäftsleitung der Firma Persona Plan
Ort: Wiederholdstr. 50a, Singen

Montag, 29. April 2013, 15.00 Uhr - 16.30 Uhr
Gespräch mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat der Karstadt-Filiale Konstanz
Ort: Hussenstr. 23; Konstanz

Vertrauensvolle Zusammenarbeit, der erste Teil des Mottos der Woche, verweist auf § 2 des Betriebsverfassungsgesetzes, in dem es heißt: „Arbeitgeber und Betriebsrat arbeiten ... vertrauensvoll ... zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammen.“ Eine solche vertrauensvolle Zusammenarbeit wünscht sich wohl jede und jeder. Sie beschreibt eine Idealvorstellung einer gemeinsamen Arbeit, in der es gelingt, unterschiedliche Interessen, Sichtweisen und Wertvorstellungen in einer guten Form zum Wohle aller zum Ausgleich zu bringen.
Der zweite Teil des Mottos, Der weite Raum zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung lässt anklingen, dass dies, was das Betriebsverfassungsgesetz als Ideal beschreibt, nicht immer auch gelebt wird. Zu groß sind manchmal die unterschiedlichen Interessen und der Druck, der auf den jeweiligen Parteien lastet, zu verschieden die Stile der Kommunikation, zu verfahren die Geschichte, um das Ideal einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zu erreichen.
Dass in diesem Spannungsfeld ein nicht unerhebliches Problem verborgen liegt, zeigt die Ratgeberliteratur auf der einen Seite, die versucht, Personalleitungen und Geschäftsleitungen im Umgang mit dem Betriebsrat zu schulen (z.B. vertritt Dietmar Franke in seinem Buch „Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat“ die These, dass jedes Unternehmen letztlich den Betriebsrat hat, den es verdient), aber auch umgekehrt die Fortbildungen der Gewerkschaft auf der anderen Seite, in der Betriebsrätinnen und Betriebsräte im Umgang mit der Geschäftsleitung und der Personalabteilung geschult werden. Dabei kann es im Umgang miteinander besser sein, um mit einem Wort des Schriftstellers John Steinbeck zu sprechen, „sich mit zuverlässigen Feinden zu umgeben, als mit unzuverlässigen Freunden“. Vertrauen kann auf ganz verschiedenen Ebenen wachsen. Interessengleichheit ist nicht immer die Voraussetzung für Vertrauen, dafür aber Verlässlichkeit und Klarheit. Auf der anderen Seite aber ist jede gelungene Zusammenarbeit immer auch ein gegenseitiges Geschenk, zu dem zwar jede und jeder etwas beitragen kann, das sich aber umgekehrt auch jedem Machbarkeitswahn immer wieder entzieht. Was tut dabei einer solchen Zusammenarbeit vor Ort aus den eigenen Erfahrungen
gut? Und wo sind die Interesseunterschiede am Größten? Wo zieht man als Betriebsrat und Geschäftsleitung am gleichen Strang? Und wo kommt man jeweils an seine Grenzen?

Wer Interesse an einer Teilnahme hat, melde sich bitte bei Pfr. Paul Wassmer, Bonhoeffergemeinde Singen, Beethovenstraße 50, 78224 Singen (Tel. 07731 / 42114, Fax: 07731 / 42003) oder per e-mail: Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde.Singen@ekiba.de

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Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Mk 9,24

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