Andacht Februar 2013

Jesus spricht: „Gib also acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist!“
Lukas 11, 35 (Gute-Nachricht-Bibel 1997).

Typisch Jesus: Kurz. Klar. Kernig.

Kurz: In Dir ist Licht! Jesus stellt das ohne jede Einschränkung einfach als Tatsache fest: Wer Du auch bist, ich sage Dir: In Dir ist Licht. Ob Du das selber so siehst, ob Du es in Dir entdecken kannst oder auch nicht: Für Jesus steht es einfach fest. So geht Jesus auf alle Menschen zu: offen, umgänglich, zugewandt, entwaffnend, gewinnend, wohltuend, heilsam. So ist Er. So ist Gott. Sagt Jesus.

Und : So seid Ihr alle auch: von Gottes Schlag, ganz nach Gottes Art. Von göttlicher Herkunft. Gleichsam blutsverwandt mit Jesus. Mit Gottes Genen im Blut. Das Licht in uns ist „genetisch“ bedingt. Siehe Schöpfungsbericht im Buch Genesis, 1. Mose 1+2: Wer von Gott erschaffen ist, trägt Gottes Licht in sich. In Dir ist Licht.

„Gott von Gott. Licht vom Licht.“ Was die Christenheit seit dem 4. Jahrhundert im Glaubensbekenntnis von Nizäa bei Konstantinopel exklusiv von Jesus Christus selbst bekennt, das spricht Jesus Christus sich selbst, aber auch uns allen schon in der Bibel exklusiv zu: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes-Evangelium 8, 12)
„Ihr seid das Licht der Welt. [...] So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matthäus-Evangelium 5, 14a.16)

Gottes Licht ist erleuchtend und ansteckend: Es erleuchtet Menschen zum Vertrauen auf Gott und die Leuchtkraft Seines Lichtes. Es steckt Menschen an zu einem erhellenden Leben voller Vertrauen, Liebe und Hoffnung, für uns und für unsere ganze Mitwelt, so, wie Jesus selbst es schon auf uns zu gelebt hat: Wie Gott mir, so ich Dir. Das erleuchtet. Und steckt an.

Klar: In uns kann Finsternis sein. Ist tiefste Finsternis. Auch das. Aber nie nur Finsternis. Zugegeben: Sie kann in uns die Oberhand gewinnen. Dann gute Nacht. Oder besser gesagt: Na dann böse Nacht. Doch selbst in bösester Nacht ist es nicht so dunkel, dass wir die Hand nicht vor Augen sehen könnten. Weil wir alle immer noch von innen heraus leuchten; schwach aber unauslöschlich. Solange unser Lebenslicht noch glimmt, gilt ebenso unverbrüchlich: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Jenseits von allem Tun und Lassen. Für Opfer und Täter gleichermaßen. Zumal ein Mensch niemals nur eins von beidem ist. Sondern eine explosive Mischung mit ständig wechselnden Anteilen.

Kernig: Gib also acht! Du bist helle genug um darauf zu achten, dass es in Dir nicht allzu zappenduster wird. Du kannst es. Und Du willst es, wenn Du ganz tief in Dich hineinschaust und in Dir die göttliche Quelle allen Lichtes entdeckst: Die Lichtgestalt schlechthin, Jesus Christus, das Sternenkind. Zu Ihm leuchtet uns der Stern von Bethlehem heim. Darauf achten lohnt sich immer. Nicht nur zur Weihnachtszeit.

Pfarrer Dr. Holger Müller, Insel Reichenau

Tageslosung zum 04.04.2020

Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Psalm 115,2.3

Gottes unsichtbares Wesen - das ist seine ewige Kraft und Gottheit - wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken.
Römer 1,20

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Wochenandachten

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Andacht April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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