Andacht Juni 2013

zu Apg 14, 17 von

Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. Apg 14,17

Worte aus einer Predigt des Apostels Paulus auf seiner ersten Missionsreise in Lystra im heutigen Kleinasien. Worte, die uns heute betreffen und nachdenklich machen: Woher kommt das Gute in unserem Leben? Wer sorgt dafür, dass Leib und Seele genährt werden? Wem verdanken wir unsere Lebens-Freude?

Wenn wir in den vor uns liegenden Sommerwochen im Gottesdienst immer wieder in das Schöpfungslob Gottes mit Paul Gerhardts Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben …“ (EG 503, 1) einstimmen, dann entdecken wir in der Schöpfung, was wir mit Mund und Händen, Augen und Ohren, ja mit allen unseren Sinnen genießen dürfen.

Gott selbst hat sich nicht unbezeugt gelassen – seine Fürsorge in unserem Leben will uns ins Danken und Loben für die Güte und Freundlichkeit des Schöpfers führen. Die Schöpfungswerke und Schöpfungsgaben Gottes bezeugen in vielfältiger Weise den lebendigen Gott. Wer darüber ins Staunen, Loben und Danken gerät, für den relativieren sich alle menschlichen Allmachtsphantasien, in denen der Mensch meint, selbst Schöpfer spielen zu wollen. Niemand kann und braucht „Gott“ spielen – bei aller Bewunderung für die Leistungen und den Fortschritt, die durch menschliche Intelligenz und wissenschaftliche Forschung möglich geworden sind.

Aber wie wir leben, wie wir mit den uns anvertrauten Gaben Gottes umgehen und wie wir miteinander umgehen, mit all dem sind wir Zeugen und Zeugnis für den Schöpfer. Manchmal ist dieses Zeugnis einladend hell und überzeugend freundlich, dann auch wieder – Gott sei es geklagt! – abstoßend dunkel und schmerzlich. Und doch lebt jeder und jede von uns in der Hoffnung, die in Paul Gerhardts Schöpfungslied anklingt:
„Mach in mir deinem Geiste Raum, / dass ich dir wird ein guter Baum, /
und lass mich Wurzel treiben. / Verleihe, dass zu deinem Ruhm /
ich deines Gartens schöne Blum / und Pflanze möge bleiben.“ (EG 503, 14)

Dass Sie viele Spuren Gottes in der Schöpfung und in Ihrem Leben entdecken, um den Schöpfer zu loben und zu ehren, wünscht Ihnen

Waldemar Matuschek, Schuldekan im Kirchenbezirk Konstanz

Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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Wochenandachten

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Andacht April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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