Andacht Oktober 2013

zu Hebr. 13,16 von

Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen; denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen. Hebr. 13,16

Tut mir leid, den Termin habe ich völlig vergessen! Die Hausaufgaben, oh die habe ich vergessen! Mensch, ich wollt doch auf dem Rückweg noch einkaufen gehen, habe ich ganz vergessen!

Wir vergessen Vieles. Alte und junge Menschen gleichermaßen. Es geht einfach unter. Etwas Anderes, Wichtigeres hat sich davor gedrängt und etwas, das wir uns vielleicht vorgenommen hatten oder das wir tun sollten, ist liegengeblieben, nicht erledigt, aus dem Blick geraten. Vergessen.

Termine vergessen wir, Erledigungen, Pflichten, aber wie könnten wir vergessen, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, wie der Monatsspruch aus dem Hebräerbrief uns erinnert. Haben wir es denn überhaupt eingeplant und uns vorgenommen: Gutes zu tun und mit anderen zu teilen? Ja, haben wir. Das unterstellt uns der Briefschreiber. Für Menschen, die in der Nachfolge Jesu leben, ist das offensichtlich ganz selbstverständlich. Dass es zu unserem Leben dazugehört, es mit anderen zu teilen und ihnen Gutes zu tun. Nur vergessen wir es. Andere Aufgaben, andere Interessen schieben sich davor. Es geht unter im Trubel des Alltags und findet keinen Raum in unseren Kalendern und Zeittafeln.

Ich will mir mehr Zeit für mich nehmen. Das nehmen sich viele Menschen vor, die das Gefühl haben in ihren vollgestopften Tagen und Wochen nicht mehr selbst vorzukommen. Die Therme in Konstanz greift dieses Lebensgefühl mit großwandigen Plakaten auf und verspricht Erholung und Entspannung in dieser „Zeit für mich“. Wie wären Plakate mit der Aufschrift: „Zeit für andere“, „Zeit für Kinder“, „Zeit für die einsame Nachbarn“, „Zeit für den Freund, dem ich schon so lange schreiben wollte“?

Auf dass wir es nicht vergessen, unsere Zeit und unser Leben mit anderen Menschen zu teilen und ihnen Gutes zu tun. Denn eigentlich ist es das, was unser gemeinsames Leben reich macht. Und Gott gefällt es auch.

Pfarrer Dr. Christof Ellsiepen, Konstanz-Litzelstetten

 

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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

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