Andacht Juli 2014

zu Ps 73,23-24 von

Dennoch bleibe ich stets an Dir; denn Du hälst mich bei meiner rechten Hand, Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Ps 73,23-24

Also, wer immer diese Worte geschrieben hat, seinen Glauben möchte ich haben! Der weiß wirklich, wo er steht: Stets bei seinem Herrn. Dennoch. Trotz allem, was ihm diesen Glauben kaputtmachen will. Er sieht nämlich: Den Bösen geht es anscheinend viel besser als den Guten.

Uns wollen vielleicht andere Dinge den Glauben nehmen: Schauen wir nur in die Nachrichten. Schauen wir auf unseren Nachbarn mit seiner Krebsdiagnose. Und dennoch! Du leitest mich nach deinem Rat. Da führt mich einer durchs Leben, der weiser ist. Einer, der mehr Überblick hat. Einer, der meinem Leben Sinn gibt.

Am Ende, heißt es in unserem Monatsspruch, am Ende nimmst du mich mit Ehren an. Mir fällt der Theologe, Pfarrer und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer ein. Kurz vor seinem Tod sagte er: Das ist das Ende - für mich ist es der Anfang. Seine Hoffnung, sie ging mit dem Tod erst richtig los. Er erlitt schweres Unrecht, und doch fühlte er sich in Gott getröstet und geborgen. Diesen Glauben, den hat er nicht selber gemacht, der wurde ihm geschenkt. Der basierte darauf, dass Gott ihn hielt.

Auch unser Glaube kann nur darauf bauen, dass Gott uns hält. Dass wir sagen: Ich bleibe stets bei dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

Kennen Sie den Seemannsgriff? Wenn man vom auf den Wellen tanzenden Schlauchboot auf das wesentlich höhere Schiffsdeck umsteigen möchte, dann braucht es den: Dem, der einen oben empfängt, muss man die rechte Hand mit dem Daumen nach oben entgegenstrecken. So wird man sicher gepackt, denn der oben stehende hält die Hand genauso. Sicher wird man nach oben gezogen.

So hält auch Gott uns seine Hand entgegen. Wir dürfen ihm unsere rechte Hand geben und er hält uns – unverlierbar.

Pfarrerin Dorothea von Mitzlaff, Rielasingen und Pfarrer Thomas Hilsberg

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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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Andacht April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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