Andacht September 2014

zu 1.Chr 22, 13 von

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken! 1. Chr 22, 13

Wer den Schritt wagt ein Haus zu bauen, der kennt diese besonderen Momente! Momente, in denen man feststellt, dass man dem ursprünglichen Bauplan hinterherhinkt. Momente, in denen man zu rechnen beginnt und sich fragt, wie die Finanzierung gelingen soll. Momente, in denen man mit bestimmten Leistungen unzufrieden ist und unerfreuliche Reklamationen anstehen. Solche Momente können einen aus dem Gleichgewicht bringen!

Um das Jahr 1000 v.Chr. erlebt der berühmte König David auch so einen Moment. Mitten in der Planung eines Jahrhundertbaus wird er jäh aus seinen baumeisterlichen Träumen gerissen. Obwohl er alles so sorgfältig geplant hat – macht Gott ihm einen Strich durch die Rechnung. Nicht er, sondern sein Sohn Salomo, soll mit dem Bau des Tempels betraut werden.

König David reagiert weise auf die angeordnete Planänderung. Er handelt in der Gewissheit, dass Gott einen guten Plan für sein Leben hat. Dabei fällt auf, dass er sich nicht an seinen ursprünglichen Ideen festklammert, sondern dass er offen ist für diesen neuen Weg. Und mehr noch: Er gibt seinem Sohn eine beeindruckende Ermutigung mit auf den Weg. „Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!“

Wie oft haben wir schon von großen „Bauprojekten“ in unserem Leben oder unseren Gemeinden geträumt? Wie oft sind wir voller Leidenschaft aufgebrochen und nach kurzer Zeit ziemlich ernüchtert eingeknickt? Wie oft war es unser Wunsch, etwas in unserem Leben zu verändern und dann sind wir an der Macht der Gewohnheit gescheitert? Bauprojekte können uns ganz schön aus der Bahn werfen.

Lassen sie sich ermutigen, dass Gott einen guten Plan für ihr Leben, ihre Gemeinde und unsere Gesellschaft hat. Das bedeutet nicht, dass wir resigniert die Hände in den Schoß legen – es gibt uns aber bei allen Bauprojekten die Gewissheit, dass Gott uns begleitet, uns stärkt und tröstet. Auch dann, wenn manche Planänderungen uns erschrecken wollen. Seien sie getrost und unverzagt.

Markus Weimer, Pfarrer in Böhringen

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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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