Andacht März 2015

zu Röm 8, 31 von

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? zu Röm 8, 31

Liebe Leser dieser Andacht,

eine Frage ist unser Monatsspruch für März. Eigentlich eine rhetorische Frage, aber stimmt sie denn? Widerstand erleben Christen doch ständig. Das gilt schon innerhalb Deutschlands.

Je eckiger und kantiger Menschen sich zu Jesus Christus stellen, desto mehr Widerstand. Noch viel mehr gilt es für die Christenheit auf der gesamten Erde. Die EKD hat ja zum 1. März zur Fürbitte für die bedrängten und verfolgten Christinnen und Christen aufgerufen. Keine Religion auf der ganzen Welt wird so verfolgt wie die christliche. Doch, möchte man Paulus antworten, da gibt es viele, die wider uns sind. Auch wenn es uns gut geht – wir spüren den Widerstand.

Aber Paulus hat ihn ja auch gespürt, sogar innerhalb der Gemeinde und er verteidigt sich( 2.Kor 11, 23f ) „Von den Juden habe ich fünfmal erhalten vierzig Geißelhiebe weniger einen; ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer…“ Und als dann „des Satans Engel“ ihn schlägt, bekommt er von Gott gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist im Schwachen mächtig. Die Not, der Widerstand bleibt, aber die Gnade eben auch.

So ist unser Vers kein Versprechen eines leidlosen, bequemen Lebens, sondern schließt mit ein, dass es sehr viele Menschen, Mächte und Gewalten gibt, die gegen uns sein wollen. Wer auf ein christliches Leben hofft, das immer glatt läuft, wird schnell enttäuscht werden. Aber der Vers ist die hoffnungsvolle Zusage, dass bei all diesem Widerstand, den Paulus selbst, aber genauso auch Jesus und alle Jünger erlebten, keiner am Ende gegen Gott bestehen kann. Wir stehen auf der richtigen Seite. Und diese Gewissheit stärkt uns auch schon jetzt den Rücken, dass wir aufrecht Widerstand ertragen können, wenn er denn doch kommt. Nicht nur Jan Hus, der ja in unserem Kirchenbezirk und weltweit eine große Rolle spielt, sondern auch wir können dann aufrecht bleiben. Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein. Gott schenke Ihnen heute die Kraft, dass Sie wider-stehen können und nicht umfallen!

Pfarrer Dietmar Heydenreich, Singen-Süd

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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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