Andacht Mai 2015

zu Matthäus 27, 54 von

Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. Phil 4,13

Ich mag diese großkotzige Angeberei an manchen Stellen in der Bibel. Das ist so gewaltig frech, dass es einfach nur gut ist. Denn ich weiss genau: Es stimmt einfach nicht. Ich vermag nicht alles. Ich vermag nicht zu basteln, wie ein japanischer Origami-Meister, Fußball zu spielen, wir Philipp Lahm, zu singen, wie Magdalena Kožená. Schon gar nicht kann ich heilen wie Jesus. Und trotzdem schreibt der Apostel: Doch, du kannst. Yes, you can!

Der Zuspruch bringt mich über meine Grenzen hinaus. Er ermutigt mich, das Unmögliche möglich zu halten. Nicht, dass ich unbedingt basteln, kicken, singen möchte. Aber der Satz motiviert mich dazu, gegen allen Augenschein zu vertrauen, zu erwarten, zu hoffen, dass es Leben nach dem Tod, dass es Auferstehung gibt. Auch wenn wir in die Grube fahren. Wir werden auferstehen. Gottes Kraft wird mich zum Leben erwecken.

Er motiviert mich auch an die Kraft des Gebets zu glauben. Nicht nur mit den Konfirmanden üben: Wir bitten dich für die Hungernden, die Flüchtlinge, die Armen, die Kranken, sondern wirklich zu vertrauen, zu erwarten, zu hoffen, dass wir durch Gottes Kraft etwas verändern können in der Welt. Nicht zuletzt unser eigenes Verhalten. Aber das ist ja die schwerste Veränderung überhaupt. Glücklicherweise kommt ja bald Pfingsten, wo der Hl. Geist unserer Schwachheit aufhilft.

Pfarrer Christian Link, Radolfzell

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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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Wochenandachten

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Andacht April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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