Andacht Dezember 2015

zu Jesaja 49, 13 von

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.

Wie gerne möchte ich in diesen Jubelruf mit einstimmen. Wenn wir nur da schon wären! Wo sind die Menschen von Gott getröstet, und wo finden die Elenden Erbarmen? Im Gegenteil, möchte man sagen: Die Politik der Stärke ist im Großen wie im Kleinen zurück, ist wieder zum normalen Umgang zwischen Völkern und in der Gesellschaft geworden. Wo ist der, der sich der Elenden erbarmt?

Aber vielleicht bin ich auf der falschen Fährte und suche Trost und Erbarmen bei den Mächtigen, ja überhaupt bei den Menschen. Und das Prophetenwort weist uns in eine andere Richtung. Völlig gegen den Augenschein – auch damals, als der Text entstand – bricht der Prophet in den Jubel aus, der feiert, was auf Erden sein könnte und was für ihn bei Gott schon beschlossene Sache ist. Die am Boden sind, werden getröstet und die Flüchtlinge finden Erbarmen, Aufnahme und neue Heimat (Die Grundbedeutung von Elend ist, fern der Heimat zu sein). Mitten im Elend scheint ein Licht auf. Die Geburt in einer Notunterkunft, und Gott ist mitten dabei. Damals in Bethlehem, und bis heute an so vielen Orten. Gott kommt immer neu zur Welt, spendet denen am Rande Trost und erbarmt sich der Elenden. Darauf vertraue ich. Und sehe auch die gute Seite, sehe Menschen einander aufhelfen, und neue Heimat geben, sehe inmitten der Gewalt und Angst auch Menschlichkeit und Vertrauen, inmitten der Dunkelheit Licht. Zaghaft wage ich es und stimme in den Jubel mit ein …

Pfr. Dr. Christof Ellsiepen, Litzelstetten

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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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Wochenandachten

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Andacht April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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