Andacht Februar 2016

zu Markus 11,25

Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. Markus 11,25

Die Zeit zum Gebet ist umkämpft. Ganz offensichtlich gibt es viele Hindernisse. Aber ein Hindernis entfaltet seine Wirksamkeit aus dem Verborgenen heraus.

Wenn, ihr beten wollt… Tja, wenn wir nur mehr beten wollten! Es gibt ja offensichtlich vieles, was unser Wollen zum Gebet spürbar einschränkt. Wir haben ja gerade als kirchlich aktive Menschen soooo viel zu tun. Und ich denke, die meisten, die unsere Homepage des Kirchenbezirks anschauen, werden wohl kirchlich aktiv sein. Da sollte es also auch mit dem Wille zum Gebet klappen, oder nicht?
Tja, wenn da nicht die spannende Sendung im Fernsehen wäre. Und die Arbeit so anstrengend und der geplante Urlaub so faszinierend. Oder die Tatsache, dass wir mit dem neuen Gemeindekreis oder mit den Flüchtlingen so viel zu tun haben. Oder die Erfahrung, dass wir unsere Gedanken zu einem vernünftigen Gebet kaum zusammenbringen, weil unser Kopf so voll ist. Oder wir die neueste Andacht auf ekikon lesen.
Und dann gibt es doch noch diesen Hinderungsgrund, den Jesus anspricht: Dass wir jemand anderen etwas nachtragen. Dass jemand uns verletzt hat, so dass wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Vergebt ihm! Wer nicht vergibt, dem vergibt auch der Vater im Himmel nicht – da besteht ein Zusammenhang. Jesus ist bewusst, was er verlangt: Er selbst wird am Kreuz denen vergeben, die ihn foltern und sogar noch Witze machen, während sie ihn qualvoll töten. Und ich erinnere mich, dass Corrie ten Boom, deren Familie im KZ umgebracht wurde und die selbst nach vielen Qualen entlassen wurde, von dem bewegenden Moment berichtete, als sie ihrem KZ- Wärter von früher die Hand zur Vergebung gab, als er sie darum bat.
Wenn ihr beten wollt… Vielleicht kann gerade solch eine Bitte um Kraft zur Vergebung der erste Anfang eines neuen Gebets bedeuten.
Kein einfacher Weg, aber der richtige!
Wem müssen wir vergeben?
Dietmar Heydenreich, Pfarrer in Singen-Süd


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Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

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