Gedanken zur Tageslosung vom 12.08.2020

Lass deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, dass du sie hörst, sooft sie dich anrufen. 1. Könige 8,52

Jesus spricht: Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun. Johannes 14,14

Dieses Zusage Jesu, dass er tut, worum wir bitten, klingt gut. Doch haben wir nicht alle schon erfahren, dass wir um etwas gebetet haben und es wurde nicht erfüllt. Hab ich dann etwas falsch gemacht? Falsch gebetet? Nicht richtig geglaubt?

Weder noch, würde ich sagen.

Wenn wir um etwas bitten, dann haben wir bestimmte Vorstellungen, wie diese Bitte zu erfüllen ist. Wir wollen etwas ganz Bestimmtes, etwas, das wir uns mit unseren menschlichen Maßstäben vorstellen. Doch Gottes Maßstäbe sind oft andere. So kann die Bitte um Gesundheit auch so erfüllt werden, dass er uns in sein Reich ruft und dort alle Krankheit von uns nimmt. Das ist ein anderer Umgang mit unserer Bitte, als wir uns das vorstellen und doch hat Gott unsere Bitte erfüllt.

So machen wir so manches Mal die Erfahrung, dass unsere Bitten anders erfüllt werden als wir uns das vorstellen. Wir sind dann enttäuscht und meinen, Gott habe unsere Bitte nicht gehört. Versetzen wir uns in Gottes Perspektive, so weit uns das überhaupt möglich ist, kann es sein, wir erkennen, dass er einen guten Weg gewählt hat.

So kann der Tod eine Heilung sein, die umfassender ist, als wir uns das vorgestellt haben, weil er mehr ist als eine mechanische Heilung. Mit ihm findet Erlösung statt. Uns schmerzt der Tod zwar, doch aus Gottes Perspektive ist es die weiter führende Lösung.

Das bedeutet: Wir können und dürfen Gott um alles bitten, doch wir müssen dabei gewärtigen, dass er unsere Bitten aus seiner Sicht der Lage erfüllt. Die Herausforderung ist dabei, dass wir einerseits genau überlegen, worum wir bitten, weil die Erfüllung anders ausfallen kann, als wir uns das vorstellen und andererseits bereit sind, die Erfüllung der Bitte zu sehen, auch wenn sie anders erfüllt wird, als ich mir das vorstelle. Das ist gar nicht so einfach. Manches Mal merken wir nach einiger Zeit, dass das, was Gott uns gegeben hat, viel weitsichtiger, umfänglicher und sinnvoller war. Ein anderes Mal können wir keinen Sinn und Nutzen erkennen. Dann bleibt uns lediglich das Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit uns meint und wir dereinst erkennen werden, was Gottes sich dabei gedacht hat. Bis dahin dürfen und sollen wir weiter vertrauensvoll Jesus bitten, wissend, dass er unsere Bitten erhört, doch oft anders als wir uns das vorstellen. Wenn wir dabei bereit werden, das, was er uns gibt, anzunehmen und es als Baustein auf unserem Weg zu sehen, wird sich manch neue Möglichkeit und Perspektive für uns entwickeln. Unser Leben wird reicher werden als wir es uns mit unserem beschränken menschlichen Verstand vorstellen können.

Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal

 

Gedanken zur Tageslosung vom 27.09.2020

Der HERR lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar. Psalm 98,2

Als Barnabas und Paulus in Antiochia angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, berichteten sie, was Gott alles durch sie getan und dass er allen Völkern die Tür zum Glauben aufgetan habe.Apostelgeschichte 14,27

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Andacht September 2020

Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.

2.Kor 5,19

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