Gedanken zur Tageslosung vom 16.09.2020

Ehre den HERRN mit deinem Gut.Sprüche 3,9

Leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein.Lukas 6,35

Sicher hat jeder von uns schon eine ähnliche Situation erlebt: Es klingelt an der Wohnungstür, der Nachbar steht da und bittet um ein Ei. Er möchte einen Geburtstagskuchen backen und am Fehlen dieser einen Zutat würde sein gesamtes Vorhaben scheitern. Natürlich geben wir ihm das Gewünschte gern. Wahrscheinlich sogar mit den Worten: du kannst es gerne haben und brauchst mir kein anderes dafür zurück zu geben. Und wir meinen es genauso. Wir erwarten weder ein Ei zurück noch ein Dankeschön beispielsweise in Form einer Praline. Das ist für uns selbstverständlich.

Stellen Sie sich nun die gleiche Anfangssituation vor, der Nachbar klingelt, möchte sich aber ihr Auto ausleihen. Verleihen Sie das mit derselben Selbstverständlichkeit? Natürlich nicht. Sie werden sicher nicht sagen, behalt es ruhig, Das wäre ja absurd. Aber hier spielen auch noch ganz andere Gründe eine Rolle. Was, wenn der Nachbar einen Unfall verursacht oder nur in einen verwickelt wird. Wer haftet dann? Und was ist mit mir und meiner Mobilität, wenn ich nicht mehr damit fahren kann. Wer ersetzt mir den Schaden? Sie werden ihr Auto nicht ohne weiteres hergeben.

Jesus verlangt sicher nicht, dass wir alles nur Denkbare verleihen. Jesus möchte, dass wir, wenn wir etwas verleihen, das gerne tun. Dass wir es nicht tun, um dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Dadurch ersparen wir uns auch Enttäuschungen. Und es geht ihm nicht unbedingt um Gegenständliches. Jemandem seine Zeit spenden, zuhören, buchstäblich sein Ohr leihen, etwas unternehmen, einfach so. Das fällt darunter.

Mit unserem Gut den Höchsten ehren. Darum geht es. Das, was wir haben, mit anderen teilen. Dabei ist Gut nicht nur gleichzusetzen mit Gütern und Besitz. Es kann sich ebenso um geistiges, ethisches, lebenswichtiges oder ewiges Gut handeln. Meine Fähigkeiten, mein Geschick, auch mein Aussehen sind mein Gut, meine Gaben und sind mir von Gott gegeben. Das und was ich daraus gemacht habe, soll ich nicht für mich behalten, sondern auch anderen davon abgeben.

Mit jemandem sein Wissen teilen, beispielsweise Migranten bei Behördengängen helfen oder sie beim Deutschlernen unterstützen. Seine Fähigkeiten oder Geschicklichkeit einsetzen, um beim Lampen aufhängen oder beim Streichen der Wohnung zu helfen. Im Kleinen wie im Großen andere teilhaben lassen. Ohne großartige Forderungen zu stellen. An der Fülle, die ich durch und von Gott erhalten habe, andere beteiligen.

Mit allen meinen Gaben, die ich für andere einsetze, gebe ich meinem Gott die Ehre.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag, bleiben Sie behütet!

Prädikantin in Ausbildung Gabi Redlich aus Konstanz

Gedanken zur Tageslosung vom 27.09.2020

Der HERR lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar. Psalm 98,2

Als Barnabas und Paulus in Antiochia angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, berichteten sie, was Gott alles durch sie getan und dass er allen Völkern die Tür zum Glauben aufgetan habe.Apostelgeschichte 14,27

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Andacht September 2020

Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.

2.Kor 5,19

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