Nur noch drei Tage...

Die Vesperkirche Singen neigt sich dem Ende zu. Am kommenden Sonntag, 31. Januar 2016 beginnt um 10 Uhr der feierliche Abschlussgottesdienst in der Lutherkirche. Die Hauptverantwortlichen, die gerade bei der Besprechung des kommenden Tages in der Lutherkirche zusammengekommen waren, äußern sich rundum begeistert.

Andrea Fink, Pfarrerin an der Lutherkirche und Initiatorin der Vesperkirche in Singen:

"Es läuft super. Jeden Tag geben wir 300 Essen aus. Die Spitze haben wir am Montag erlebt, da waren es 370, das war nicht mehr lustig, weil es keine Sitzplätze mehr gab und unsere Kapazitätsgrenzen erreicht waren. Aber ansonsten waren alle glücklich. Die Begegnungen geschehen so, wie wir es uns gewünscht haben: Die Menschen sitzen von Anfang an gemischt."

Gaby Rheinberger, Tagesleiterin und Gemeindeglied der Lutherpfarrei Singen:

"Wir sind täglich zehn Stunden hier und schauen, dass alles läuft. Wir schließen die Kirche auf und auch wieder ab, schauen, dass die Tische eingedeckt sind und dass wir Probleme, so es welche gibt, auch lösen. Täglich arbeiten hier auch sechs iranische Flüchtlinge mit, seit gestern auch drei Syrer. Sie unterstützen uns gut und lernen dabei auch noch deutsch. Unter den Gästen, die sich gut mischen, sind ganz unterschiedliche: Gutbetuchte und auch sehr Arme, aber sie reden miteinander, tauschen manchmal sogar Adressen aus. Eine Frau, die gerade verwitwet ist, hilft auch mit und ist seither richtig aufgeblüht. Sogar Familien mit Kindern kommen her zum Essen. Die Resonanz ist durchweg positiv, auch in der Stadt Singen."

Joachim Hager, Tagesleiter und Kirchengemeinderat der Lutherpfarrei Singen:

"Es läuft bestens, ich kann mich den Worten von Gaby Rheinberger nur anschließen. Die Nächte werden immer ein wenig kürzer (lacht), aber es macht unheimlich Spaß. Nächste Woche wird noch aufgeräumt, die Bänke werden wieder installiert. Die meisten Leute, die im Vorfeld dieser Aktion kritisch gegenüberstanden, haben sich mittlerweile von ihr überzeugen lassen. Frau Kretschmann, die Frau unseres Ministerpräsidenten war auch da. Sie hat ihre Schwester Dorothea Wehinger in Steißlingen besucht, und beide haben serviert. Als Radio 7 da war und Frau Fink interviewte und dann auch noch ein Statement von der Landesmutter haben wollte, da sagte sie, sie müssten jetzt warten, weil sie gerade bedienen müsse. Sie meinte, wir hätten hier eine Vesperkirche de luxe mit feinstem Linnen auf den Tischen." (lacht)

Heute haben Mitarbeiter der Thüga und der Sparkasse Singen serviert, am morgigen Freitag bedient die Singener SPD in dem kirchlichen Gasthaus.

Und außerdem aufgeschnappt: 

Eine Helferin kommt an einen Tisch und fragt: "Was möchte die Dame essen?"Die Angesprochene schaut sie groß an, schweigt erstaunt und sagt nach einer längeren Pause: "Mich hat in meinem ganzen Leben noch niemand Dame genannt..."

Gemeinschaftsförderung, ein freundlicher, respektvoller Umgang der Helfer mit den Gästen, neue Kontakte, Integrationshilfe, Sprachpraxis - lauter positive Nebeneffekte der großen menschenfreundlichen Aktion, die so viele Förderer, Fürsprecher, freiwillige Helfer, Spender und Sponsoren auf den Plan rief. Ein bisschen wie im Reich Gottes, oder?

Minne Bley

Weitere Fotos zur Vesperkirche Singen finden Sie auf der Homepage der Lutherpfarrei

 

 

Gedanken zur Tageslosung vom 09.04.2020

Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26

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Wochenandachten

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Andacht April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ 1 Korinther Kap. 15 Vers 42

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