Bruderhilfe (ver)sichert Brüder und Schwestern gegen (fast) alle Wechselfälle des Lebens

"FLASH MOB" steht riesigen in Majuskeln auf den weißen Baumwolltaschen, die viele Kirchentagsbesucher nach dem ersten Tag über der Schulter tragen, als sie das Messegelände verlassen. Und klein darunter: "Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen" - und die entsprechende Angabe der Bibelstelle dazu.

Am zweiten Tag finde ich die Quelle: den dicht bevölkerten Stand der Bruderhilfe, des Versicherers im kirchlichen Raum. Es gibt noch andere Ausgaben: CHILL OUT, GLÜCKSKIND, BLINK BLING und ROCKSTAR. Am dritten Tag sind alle heißbegehrten Taschen vergriffen. Ebenso freundlich und allüberall zu sehen ist das zweite Give-away der Bruderhilfe: große künstliche Gerbera in Rot und Weiss - ebenfalls überall in der Stadt zu sehen.

Als werdender Fundraiser finde ich diese Give-aways einfach super gelungen (was man ja an dem "Ausverkauf" auch handfest erkennen kann) und spreche mit dem Standleiter der Bruderhilfe Thomas Beckmann, der 12-18 Veranstaltungen und Messen im Jahr besucht und dort die kirchliche Versicherungsgesellschaft repräsentiert.

Die Bruderhilfe hat derzeit rund 550 000 Mitglieder, hauptsächlich Mitarbeiter von Kirche und Diakonie und Caritas, aber auch Beschäftigte, die nicht im kirchlichen Dienst hauptamtlich beschäftigt sind, können sich in dort versichern.400 Agenturleiter bundesweit werden von 30 Mitarbeitern im Außendienst betreut. "Wir suchen gezielt nach Mitarbeitern, die Pfarrer sind oder anderweitig aus dem kirchlichen Dienst kommen. Denn - so sagen wir - Versicherung kann man lernen, Kirche nicht", erläutert Thomas Beckman mit einem Schmunzeln.

Auf die Frage, ob es etwas gibt, worin sich die Bruderhilfe gerne von anderen Versicherern unterscheidet, strahlt er mich selbstbewußt an und erklärt. "Wir versuchen, ökologisch und nachhaltig zu sein, was man schon an unseren Give-aways erkennt: Baumwolltaschen, Kunstblumen mit Bibelspruch. Auch bei unserem Messestand, bei dem man natürlich nicht ganz ohne Kunstprodukte auskommt, versuchen wir wiederverwertbare Stoffe einzusetzen. Unsere Geldanlagen versuchen wir nach Möglichkeit ethisch unbedenklich unterzubringen, was man leider nicht immer mit Sicherheit wissen kann."

Auch in den Produkten, die die Bruderhilfe anbietet, gibt es einige Besonderheiten. "Wir waren die ersten, die auch eine Versicherung für geistig Behinderte angeboten haben. Und für die Eltern dieser Menschen gibt es eine Privathaftpflicht, die sie sehr entlasten kann. Das kirchliche Ehrenamt ist bei uns freiwillig mitversichert."

Übrigens, die Taschen und Blumen wurden in der Marketingabteilung der Bruderhilfe in Detmold, also im eigenen Hause entwickelt. Bald sind sie wieder zu haben. Ebenso wie ein Verzeichnis der Autobahnkirchen, ein Gebetbüchlein für unterwegs und andere nette Kleinigkeiten. "Wir geben dem Bereich, in dem wir aktiv sind - also Kirchen und diakonische Einrichtungen - auch wieder etwas zurück. Wir leisten uns eine Akademie mit Seminaren zu Themen im Bereich Kirche und Gesellschaft", sagt der freundliche Standleiter zum Abschluss unseres kurzen Gesprächs - und will sogar noch meine leere Tasse aufräumen, in der mir die Bruderhilfe einen Cappucino spendiert hat...

 

 

Andacht November 2018

zu Offenbarung 21,2

 

Weiterlesen...