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Neue Orgel in der Auferstehungskirche
Mit der virtuosen Interpretation der Toccata von Johann Sebastian Bach durch den Bezirkskantor a.D. Claus Biegert präsentierte sich unsere neue Orgel in der Auferstehungskirche der Gemeinde. Am 9. März feierten wir in einem festlichen Gottesdienst gemeinsam mit unserer geschätzten Pfarrerin Octavia von Roeder, dem Posaunenchor Bodanrück, dem Organisten Claus Biegert und dem Gospelchor „Friends of Gospel“ unter der Leitung von Max Ottinger sen. die Übergabe der neuen digitalen Orgel. Diese großzügige Spende wurde vom Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinden Konstanz-Litzelstetten und Dettingen-Wallhausen e.V. an die Litzelstetter Kirchengemeinde überreicht.

Schon nach den ersten Klängen, die mit ihrer Breite, Höhe und Tiefe den Raum erfüllten, stellte sich eine innere Zufriedenheit ein. Unsere Kirche ist dank der „klanglichen Königin der Instrumente“ nach vielen Jahren wieder vollständig. Am Ende des Festgottesdienstes konnte ich diese Zufriedenheit in den Gesichtern vieler Gemeindemitglieder erkennen.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des Vorstands bei allen Mitgliedern des Fördervereins bedanken. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Spendern haben sie es ermöglicht, diese Zufriedenheit zu schaffen. Unser besonderer Dank gilt Octavia von Roeder. Mit ihrer charmanten Art und unermüdlicher Beharrlichkeit hat sie den Oberkirchenrat davon überzeugt, dass unsere Gemeinde wieder eine Kirchenorgel besitzen darf.

Lassen Sie mich die Chronik dieser Orgel noch einmal berichten:

Was lange währt, klingt endlich gut!

Ein fehlender Ton in einem Lied ist wie ein Rätsel: Er fordert den Zuhörer heraus, die Melodie zu ergänzen. Frau Weiß und Herr Ohlsen hatten in den letzten Jahren mit dieser Herausforderung zu kämpfen. Die Orgel der Auferstehungskirche ist mittlerweile über fünfzig Jahre alt und nicht mehr so willig, jeden von ihr geforderten Ton korrekt zu spielen, oder ihr versagt gar die Stimme. Mit Improvisationstalent und geeigneter Liedauswahl ließ sich die Orgel letztlich doch noch überzeugen, ihren Dienst weiterhin zu verrichten.

Vor etwa fünf Jahren wurde im Kirchengemeinderat über die Anschaffung einer neuen Orgel debattiert. Es folgten diverse Anfragen bei verschiedenen Orgelfirmen. Expertisen wurden eingeholt, der Kirchraum „tonal“ inspiziert und Angebote eingeholt. Allen Angeboten gemeinsam war das hohe Preisniveau. Ein Blick in die Haushaltskasse ließ eine zügige Anschaffung nicht zu. Das Thema rückte erst einmal wieder aus dem Fokus. Dann kam und blieb für eine längere Zeit Corona!

Vor zwei Jahren begrüßte die Kirchengemeinde unsere neue Pfarrerin, Frau Octavia von Roeder. Ihr fiel auf, dass häufig bei den Gottesdiensten das Klavier zur Begleitung der Kirchenlieder genutzt wurde. Durch ihre Nachfrage wurde das Thema „Anschaffung einer neuen Orgel“ wieder aufgegriffen. Nach einigen Monaten der Recherche kristallisierte sich das Wunschobjekt heraus: eine digitale Orgel der Firma G. Kisselbach sollte es sein. Das Angebot erfüllte die Kriterien von Preis und Leistung.

Doch die Landeskirche Baden war damit nicht einverstanden. In der badischen Kirche, so ihr Postulat, haben nur Pfeifenorgeln eine musikalische Berechtigung! Damit konnte und wollte sich unser Kirchengemeinderat nicht abfinden, zumal kein Vertreter der Landeskirche sich vor Ort die räumliche und bauliche Situation in unserer Kirche angesehen hatte. Der Platz für eine solche Orgel war und ist nicht vorhanden! Hinzu kommt, dass dieser Orgeltyp, unabhängig von den sehr hohen Anschaffungskosten, in bestimmten Intervallen äußerst kostenaufwändig gewartet werden muss.

Nach etlichen Telefonaten, die Octavia von Roeder mit dem Oberkirchenrat geführt hatte, erhielt sie grünes Licht für die Anschaffung, unter der Bedingung, dass es keinen Zuschuss seitens der Kirche geben würde. Und wiederum folgte ein Blick in die Haushaltskasse, und der war auch diesmal ernüchternd.

Jetzt erinnerte sich der Kirchengemeinderat, dass der Förderverein vor einigen Jahren eine Änderung seiner Satzung vorgenommen hatte, die es ermöglicht, auch Sachleistungen zu unterstützen, um damit das kirchliche Leben der Gemeinde zu fördern. Im Oktober/November 2024 beschäftigte sich der Vorstand des Fördervereins zusammen mit Octavia von Roeder intensiv mit dem Angebot der Firma G. Kisselbach aus Augsburg. Es wurden noch einmal die Meinungen unserer Organisten eingeholt, Videos der in Frage kommenden Orgel angeschaut bzw. angehört. Nach reiflicher Überlegung kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Kassenlage, unter Berücksichtigung der jährlichen Gehaltsunterstützung unserer Diakonin Beate Granzin, es zulässt, das Orgelmodell „Gloria Concerto 234 SE Special Edition“ anzuschaffen!

Aus diesem Grund haben wir am 9. Januar 2025 eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins einberufen. Dort wurde der Antrag des Kirchengemeinderats vorgetragen und das Angebot detailliert dargestellt. Unter anderem gab es eine wichtige Frage aus dem Auditorium: Wem gehört nach dem Kauf die Orgel? Die Antwort lautete: Der Förderverein wird dieses Instrument der Kirchengemeinde Litzelstetten übergeben! Die nachfolgende Abstimmung der Versammlung fiel einstimmig positiv aus!

Wir, der Vorstand und die anwesenden Mitglieder, freuen uns sehr über dieses herausragende „Leuchtturm-Projekt“ und möchten jedes Gemeindemitglied einladen, Mitglied des Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinden Konstanz-Litzelstetten und Dettingen-Wallhausen e.V. zu werden.

Timm Ahlhelm
Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinden Konstanz-Litzelstetten und Dettingen-Wallhausen e.V.
Informationen:
bis