Schuldekanat

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ob das, was wir im Moment in den Schulen erleben, als „Regelbetrieb“ bezeichnet werden kann, wage ich zu bezweifeln. Es ist überhaupt die Frage, was „Regelbetrieb“ sein könnte: zurück zu den Formen vor dem März 2020? Um jeden Preis? Ist es nicht auch in den Schulen so, dass die Wochen der Einschränkungen ein Nachdenken über das Erscheinungsbild von Schule und über die Gestaltung von Lernprozessen ausgelöst haben?

Im Augenblick sind Kinder und Jugendliche (und die meisten Eltern) darüber dankbar, dass sie überhaupt wieder in die Schule gehen dürfen. RU findet in den wenigsten Fällen in Präsenzform statt. Jedenfalls nicht in der Form, die wir kannten. Die Gruppen dürfen nicht gemischt werden; das bedeutet Unterricht im Klassenverband.

Für die Schulen, in denen KoKo eingerichtet wurde, ist das einfacher umzusetzen als in den übrigen. Wenn überhaupt RU stattfindet, dann betreut gerade eine Lehrkraft eine ganze Gruppe – ob sie nun evangelisch oder katholisch ist. Das bedeutet andererseits, dass in einer Lerngruppe im
Prinzip Schüler*innen verschiedener Konfessionen und Religionen sowie solche ohne jede Konfession sitzen. Ich kenne das aus meinem Regelunterricht an der Berufsschule und ich finde, dass das auch eine Chance darstellt. Was immer im RU geschieht, was an Themen und Texten besprochen, debattiert, verhandelt wird, muss sich an der Wirklichkeit der Welt prüfen lassen. Ich begreife die nicht-evangelischen Kinder und Jugendlichen in meiner Gruppe als kritische Resonanzgruppe für die Inhalte und Fragen, die der Bildungsplan vorgibt und die das Leben stellt. Was ich sage und wie ich mich im RU verhalte, muss gegenüber den Gästen (und in vielen Fällen ja auch ausdrücklich unseren eigenen Schüler*innen) gegenüber plausibel sein. Im besten Fall lernen wir voneinander.

Falls Sie also in den letzten Wochen des Schuljahres mit SuS arbeiten, verweise ich Sie nach wie vor auf den Entwurf der „Stunde Null“, den ich mit Frau v. Choltitz entworfen habe und den Sie hier finden. Wie begegnen wir in der ersten Stunde einander wieder? Wie tauschen wir die Erfahrungen und Erlebnisse aus? Dazu haben wir ein paar Ideen notiert, die in jeder Schulart und in jeder Altersstufe funktionieren müssten. Geben Sie diese Ideen gerne auch an die Klassenlehrer*innen weiter.

Allen, die weiter nur aus der Ferne mit ihren Schüler*innen zu tun haben dürfen, wünsche ich nach wie vor Geduld und gute Ideen um in Kontakt zu bleiben. Ich glaube, dass für die SuS unserer Reli-Klassen im Moment seelsorgliche Impulse mindestens so wichtig sind wie Unterrichtsmaterialien.

In einem gesonderten Reiter („Schule für zuhause“) auf der Seite des Schuldekanats sind gute Ideen für RU.

Neu finden Sie dort auch Anregungen für die Gestaltung des Schuljahresendes. Da wir vermutlich keine traditionellen Gottesdienste feiern dürfen, haben wir serielle Module entworfen, die Sie mit einzelnen Klassen oder Kursen aufgreifen können. Neben einer Reihe analoger Angebote verweise ich gerne auf den oben beworbenen Videoclip, der vermutlich ab der zweiten Juliwoche über die Homepage des Schuldekanats und über die Startseite der Landeskirche abrufbar sein wird.

Nach wie vor aktualisieren wir regelmäßig die jeweils jüngsten Verordnungen des Kultusministeriums bzw. der Landeskirche in Bezug auf den RU.

Ich verweise im Übrigen nach wie vor auf die Homepage des Kirchenbezirks mit einer Vielzahl geistlicher und seelsorglicher Angebote www.ekikon.de.

Wenn Sie Fragen und Anliegen haben, melden Sie sich bitte gerne bei mir.

Ihr Martin Lilje

                                                                                                                                                

Ich bin in der Regel zu folgenden Zeiten im Büro persönlich zu erreichen:

Montag, 9.00h - 13.00h
Donnerstag, 11.00h - 13.00h und 14.00h - 17.00h.

In der übrigen Zeit bin ich im Zusammenhang mit weiteren Aufgaben im Kirchenbezirk     unterwegs oder im Unterricht in der Schule.

Wenn Sie zu den Bürozeiten keine Gelegenheit haben an den Benediktinerplatz zu kommen, erreichen Sie mich am besten per Email oder telefonisch über Frau Rebholz im Sekretariat.

Frau Claudia Rebholz ist seit vielen Jahren im Sekretariat des Schuldekanats beschäftigt. Sie koordiniert Termine, hält Kontakt zu den Lehrkräften und ist zu folgenden Zeiten sicher ansprechbar:

Dienstag     12.30 – 17.30 Uhr
Donnerstag  8.30 – 17.30 Uhr

 

Gedanken zur Tageslosung vom 06.08.2020

Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Psalm 103,10

Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden. Apostelgeschichte 15,11

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Monatsandacht August 2020

"Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele.“

Psalm 139, 14

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