Ein Auftrag und ein Versprechen: Mach dich auf und werde licht! Denn dein Licht kommt! Beides ist an Zion gerichtet. An die Stadt Jerusalem. Aber wenn wir dorthin sehen, sieht es ganz duster aus: Tiefste Dunkelheit über Zion. Terror und Krieg an verschiedenen Fronten. Und der nächste iranische Raketenangriff droht bereits.
Kein Licht in Sicht am Ende des Tunnels. Keine Aussicht auf Frieden; in Israel am allerwenigsten. Keine Hoffnung auf bessere Zeiten. Und in diese Situation hinein sagt der Prophet: Dein Licht kommt!
Klar, in der Stunde vor Sonnenaufgang ist die Nacht am kältesten. Da kann einem die Hoffnung auf einen neuen Tag schon vergehen. Aber die Sonne geht trotzdem auf. Wie jeden Morgen.
Hier geht es nicht um den Sonnenaufgang. Hier soll die Herrlichkeit des Herrn aufgehen. Gott selbst wird alle Finsternis überstrahlen.
Und wann soll es soweit sein?
Überraschung: Es ist bereits geschehen! Paulus hat mal erwähnt: Alle Verheißungen Gottes sind in Christus erfüllt. Er ist schon längst da. Und er ist das Licht der Welt. An Weihnachten feiern wir es wieder: Christus ist gekommen. Mitten in der Nacht ist es hell geworden. Gott wurde Mensch. Die Herrlichkeit des Herrn ist über uns aufgegangen. Das Licht der Welt ist da.
Deshalb: Mach dich auf und werde licht! Setz dich dem Licht aus, das gekommen ist. Traurig, wie viele sich vor dem Licht verschließen! Wie viele sich in die Dunkelheit verkriechen! Wenn wir zu Jesus kommen, wird unser Leben hell. Wenn wir uns für ihn öffnen, sehen wir klar.
Und wenn wir uns ins Licht stellen, werden wir selbst licht. Das Licht scheint auf uns. Und wir reflektieren es. Wir erkennen uns als geliebt. Und wir können lieben. Wir sind von Gott angenommen. Und so können wir andere annehmen.
Und in jeder Adventszeit werden wir dran erinnert: Christus kommt wieder. Diesmal aber nicht als Kind in der Krippe. Diesmal als Richter und Retter der Welt. Und dann werden auch die anderen Probleme gelöst. Alles Unrecht wird aus der Welt geschafft. Der Frieden auf Erden wird Wirklichkeit. Auch der Frieden im Heiligen Land.
Auf diese Dinge warten wir noch voller Ungeduld. Aber das Licht der Welt kennen wir schon. In seinem Licht dürfen wir jetzt schon leben.